Auf dieser laufend erweiterten Seite werden Elemente der christlich-abendländischen Kultur des schützenden und bewahrenden Dienstes vorgestellt, auf die unser Vorhaben sich bezieht.

1. Heilige

Heilige sind nach katholischem Verständnis verehrungswürdige Menschen, die ein radikales, religiös vorbildliches Leben geführt haben. Es handelt sich bei ihnen um Menschen die große Taten auf einem besonderen Gebiet hervorbrachten, sich durch heroische Tugend auszeichneten oder besonders glaubensstark waren. Viele Heilige waren Märtyrer und Asketen. Einen allgemeinen Bezug zum schützenden Dienst des Christen haben die folgenden katholischen Heiligen.

  • Johannes Paul II. (1920-2005): Geistiger Führer des Westens bei dessen Verteidigung gegen die Herausforderung durch totalitären Ideologien der Moderne
  • Josemaría Escrivá (1902-1975): Vordenker einer maskulinen Spiritualität des tätigen Dienstes und Gründer des Opus Dei
  • Die Märtyrer des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Deutschland (1933-1945): Das „Martyrologium Germanicum“ erfasst 415 katholische deutsche Märtyrer, die neben den vielen Märtyrern anderer Konfessionen und denen aus anderen Ländern Europas durch Nationalsozialisten wegen ihres Glaubens getötet wurden. Es enthält unter anderem Mitglieder der Weißen Rose und des Kreisauer Kreises. Zu den heiliggesprochenen Märtyrern gehört u.a. Alfred Delp.
  • Maximilian Kolbe (1894-1941): Der unbesiegte Märtyrer von Auschwitz, der ursprünglich Soldat werden wollte und die Militia Immaculatae gründete, ist einer der bekanntesten katholischen Heiligen des 20. Jahrhundests. „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ (Joh 15,13)
  • Die Märtyrer des Widerstands gegen den Kommunismus in Spanien (1936-1939): Über 6.000 Bischöfe, Priester, Ordensleute und katholische Laien wurden im spanischen Bürgerkrieg von Kommunisten wegen ihres Glaubens getötet. Die Päpste Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus haben bislang über eintausendsiebenhundert von ihnen selig- und elf heiliggesprochen. Bei weiteren zweitausend Märtyrern lief das Seligsprechungsverfahren 2017 noch. Die Seligsprechung von 522 der Märtyrer im Auftrag von Papst Franziskus im Oktober 2013 war die größte Seligsprechungsfeier in der Geschichte der katholischen Kirche. Von dem zum Zeitpunkt seines Todes jüngsten dieser Heiligen, Bartolomé Blanco, sind diese letzten Worte überliefert: „Wer für Jesus Christus stirbt, sollte dies mit dem Gesicht nach vorne und in aufrechter Haltung tun. Lang lebe Christus der König!“
  • Louis-Marie Grignion de Montfort (1673-1716): Vordenker einer agonalen marianischen Spiritualität
  • Papst Pius V. (1504-1572): Er wurde 1712 heiliggesprochen, wofür auch der als wundersam angesehene Sieg der Heiligen Liga über das Osmanische Reich in der Seeschlacht von Lepanto vom 7. Oktober 1571 eine zentrale Rolle spielte. Dieser Sieg rettete das christliche Europa vor der osmanischen Bedrohung. Man führte ihn auf die Hilfe der Muttergottes, der „Mutter vom großen Sieg“ zurück. Pius V. hatte zu entsprechenden Gebeten aufgerufen und zudem die Heilige Liga europäischer Staaten zur Abwehr dieser Bedrohung ins Leben gerufen, was zuvor als politisch unmöglich gegolten hatte. G.K. Chesterton würdigte seinen Einsatz in seinem Gedicht „Lepanto“.
  • Ignatius von Loyola (1491-1556): Offizier, Vordenker einer soldatisch-geprägten Spiritualität und Gründer des Jesuitenordens
  • Die Märtyrer von Otranto (1480): 800 Süditaliener, die sich nach der Eroberung ihrer Stadt durch Muslime weigerten, zum Islam zu konvertieren. Sie waren „gehorsam bis zum Tod“ (Phil 2,8) und wurden 2013 von Papst Franziskus heiliggesprochen.
  • Johannes von Capestrano (1386-1456): Der franziskanische Ordenspriester und Wanderprediger engagierte sich nach dem Fall Konstantinopels besonderem Maße bei der Mobilisierung von Verteidigung gegen die osmanischen Bedrohung Europas. So führte er etwa den Reichsfürsten auf mehreren Reichstagen die drohende Gefahr vor Augen. Einer Predigt, welche die fast schon geschlagenen Verteidiger Belgrads im Jahre 1456 gestärkt habe, wird deren Sieg über die Angreifer und die damit verbundene Rettung Europas zugeschrieben.
  • Bernhard von Clairvaux (1090-1153): Der aus dem burgundischen Hochadel stammende hl. Bernhard war Sohn des Ritters Tecelin und trat im Jahre 1112 trat er in das Kloster Cîteaux ein. Kurz darauf wurde er zum Vorsteher der Abtei von Clairvaux ernannt, die sich unter seiner Leitung zur bedeutendsten Abtei des Ordens entwickelte. Unter seiner Führung wurden über 300 neue Klöster des Ordens gegründet, dessen Leiter er schließlich wurde. In seinen Predigten setzte er sich vor dem Hintergrund der Herausforderung der Bedrohung durch den Islam auch mit den militärischen Aspekten des Christentums auseinander und war zudem ein Vordenker des ritterlichen Ideals und des christlichen Soldatentums.
  • Benedikt von Nursia (ca. 480-547): Ordensgründer und „Vater Europas“, dessen Orden im Chaos nach dem Untergang des Römischen Reiches das „Licht der Welt“ (Mt 5,14) war.
  • Stephanus (ca. 1-36): Der erste Märtyrer des Christentums wurde getötet, nachdem er eine Verteidigungsrede zugunsten des Christentums gehalten hatte.
  • Die makkabäischen Brüder und ihre Mutter (ca. 167 v. Chr.) Die sieben Brüder und ihre Mutter wurden der Überlieferung nach zu Tode gefoltert, weil sie sich im Zuge der seleukidischen Anstrengungen zur Vernichtung der jüdischen Religion weigerten, von der “Lebensart ihrer Väter abzufallen”. Ihre Geschichte ist in 2 Makkabäer 7 überliefert. Sie hätten Leib und Leben für die “Gesetze unserer Väter” hingegeben, einander ermutigt, “in edler Haltung zu sterben” und dem fremden König Antiochus IV. angekündigt, dass ihr Volk nicht von Gott verlassen sei und er dessen “gewaltige Kraft spüren” werde, “wenn er dich und deine Nachkommen züchtigt”, denn er habe es  “gewagt, mit Gott zu kämpfen.” Im Anschluß daran wird der Beginn des Aufstands des Judas Makkabäus gegen die Seleukiden beschrieben. Die Brüder und ihre Mutter werden in der katholischen Kirche als Heilige bzw. als vorchristliche Märtyrer verehrt, deren Geschichte als Parallele zur Passion Christi und seiner Mutter Maria verstanden wird.

1.1 Soldatenheilige

Das katholische und das orthodoxe Christentum verehren Soldatenheilige, die ein soldatisch geprägtes Leben führten. Während es sich bei den meisten der katholischen Soldatenheiligen primär um Märtyrer handelte, die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt und getötet wurden, spielt im orthodoxen Christentum die Betonung schützenden Dienstes im Zusammenhang mit Soldatenheiligen eine größere Rolle. Dies hat auch historische Gründe, da das orthodoxe Christentum aufgrund der geographischen Lage seines Verbreitungsraums historisch in größerem Umfang Ziel von militärischen Angriffen war.

Im katholischen Christentum sind im Zusammenhang mit schützendem Dienst vor allem die folgenden Soldatenheiligen zu nennen:

  • Johanna von Orléans (1412-1431): Die Rettung Frankreichs war unmittelbarer Gegenstand ihrer Berufung, der sie durch den Dienst als Soldatin folgte.

2. Biblische Personen

  • Nehemia
  • Judas Makkabäus
  • Der Hauptmann von Kafarnaum: Laut Mt 8,5–13 und Lk 7, 1-10 bittet ein römischer Centurio, dessen Name nicht überliefert ist, Jesus Christus um Hilfe für einen ihm unterstellten Kranken. In seinem Gespräch mit Jesus Christus vergleicht er diesen mit einem Offizier, der wie er Befehlen gehorchen müsse und Soldaten führe. Weil der Hauptmann dessen Macht erkennt, antwortete Jesus Christus ihm: „Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.“ Einige der Worte des Hauptmanns sind in der heiligen Messe Teil des Gebets vor der Kommunion.

3. Denker

Die hier vorgestellten Denker haben sich mit Herausforderungen für das Christentum und Antworten auf sie auseinandergesetzt.

  • Robert Sarah (geb. 1945): Der Kardinal gilt als möglicher Kandidat für das Amt des Papstes und ist eine der wichtigsten Stimmen geistiger Erneuerung in der katholischen Kirche der Gegenwart. So betonte er etwa die Gefahren, die dem Christentum durch das Wirken utopischer Ideologien sowie islamistische Strömungen und Akteure drohen, und rief zu stärkerer Auseinandersetzung mit diesen auf. Papst Benedikt XVI. bezeichnete Sarah in einer seiner wenigen öffentlichen Äußerungen nach seiner Emeritierung als „geistlichen Lehrer“.
  • Roger Scruton (geb. 1944)
  • Ernst-Wolfgang Böckenförde (geb. 1930): Der katholische Staats- und Verwaltungswissenschaftler und ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht setzte sich mit den kulturellen Voraussetzungen auseinder, auf denen säkulare Gesellschaften beruhen würden, ohne sie selbst erzeugen oder regenerieren zu können.
  • Alasdair MacIntyre (geb. 1929)
  • Robert Spaemann (geb. 1927): Der katholische Philisoph betonte u.a. die Bedeutung der Religion als Gegenpol zu säkularen, totalitären Utopien. „Nur Überzeugungstäter leisten, wenn es ernst wird, Widerstand. Die Alternative wäre der banale Nihilismus, der die Menschen zu gefügigen Ratten macht, die sich mit Hilfe des Lustprinzips in jede Richtung manipulieren lassen und deren höchste spirituelle Leistung die Ironie ist.“
  • Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI., geb. 1927): Als Theologe war er einer der bedeutendsten Päpste in der Geschichte der Kirche. Der Historiker Peter Watson stellte ihn in eine Reihe mit Beethoven und Kant als einen Vertreter des „deutschen Genius“.
  • Gerd-Klaus Kaltenbrunner (1939-2011): Der katholische Schriftsteller und Philosoph trat vor allem als konservativer Publizist in Erscheinung, etwa als Herausgeber der Schriftenreihe „Initiative“ im Herder-Verlag zwischen 1974-1988. Nach einer Glaubenserfahrung in den 1990er Jahren sprach er über die  „bestürzenden Folgen der progressiven Entchristlichung Deutschlands“ und das  „Totschweigen, die gnadenlose Austilgung und Bannung weiter Bereiche des europäischen Geistes“. Nur der Katholizismus sei diesen Auflösungserscheinungen gewachsen. Eine umfassende Würdigung des Werkes Kaltenbrunners findet sich hier.
  • Thomas Molnar (1921-2010)
  • Philip Rieff (1922-2006)
  • Erik von Kuehnelt-Leddihn (1909-1999): Der Staatswissenschaftler und Katholik verband in seinem Werk liberales und konservatives Denken miteinander und betonte deren Charakter als christlich-inspirierte, menschenwürdige Gegenpole zu atheistischen, utopischen und totalitären Ideologien. Er ging zudem davon aus, dass die Wurzeln der totalitären Bewegungen des 20. Jahrhunderts bei allen Unterschieden in den politischen Ideen der Moderne, insbesondere in denen der französischen Revolution, zu finden seien. Mit großer Sympathie betrachtete er die ursprüngliche Verfassung der USA, wohin er 1937 emigrierte und dort als Autor erste Bekanntkeit erlangte.
  • Joseph Pieper (1904-1997)
  • Plinio Corrêa de Oliveira (1908-1995)
  • Nicolás Gómez Dávila (1913-1994): Der kolumbianische Philosoph und katholische Traditionalist, der sich selbst als „Reaktionär“ bezeichnete, ist vor allem für seine konsequente Kritik der Moderne sowie moderner Ideologien bekannt, die er vorwiegend in Form von Aphorismen vortrug.
  • Russell Kirk (1918-1994): Politischer Philosoph, der sich auf der Grundlage der katholischen Naturrechtslehre mit den Prinzipien guten politischen Handelns und den Voraussetzungen guter Gesellschaften auseinandersetzte
  • Henri de Lubac (1896-1991)
  • Hans Urs von Balthasar (1905-1988): Der Theologe des Ernstfalls
  • Eric Voegelin (1901-1985): Der Politikwissenschaftler setzte sich auf Grundlage des christlichen Menschenbildes mit den geistigen Verfallserscheinungen der Moderne auseinander. Modernen Ideologien warf er vor, elementare Aspekte der Wirklichkeit auszublenden, was dazu führe, dass diese der Wirklichkeit nicht gerecht würden. Politikwissenschaft betrachtete er als die Wissenschaft der auf ein transzendentes Ziel ausgerichteten sozialen Ordnung der Welt. Mit der Trennung von diese Ziele löse sich auch die entsprechende Ordnung auf.
  • Christopher Dawson (1889-1970)
  • Romano Guardini (1885-1968)
  • Pitirim Sorokin (1889-1968)
  • T.S. Eliot (1888-1965)
  • C.S. Lewis (1898-1963): Der Philosoph und Schriftsteller war ein Verteidiger der christlichen Geistestradition gegen die von ihm kritsierte „Abschaffung des Menschen“ durch die Reduzierung der Wirklichkeit auf empirisch Fassbares seitens moderner Ideologien.
  • Hilaire Belloc (1896-1953): Historiker, der über die Bedeutung des Christentums für Europa schrieb: „Der Glaube ist Europa und Europa ist der Glaube.“
  • Nikolai Berdjajew (1874-1948): Philosoph und Künder eines „neuen Mittelalters“ im Sinne einer Renaissance der Religion und des Geistigen in Europa nach dem bevorstehenden Scheitern moderner Ideologien
  • G.K. Chesterton (1874-1936)
  • Juan Donoso Cortés (1809-1853)
  • Joseph de Maistre (1753-1821): Ein von den Gedanken Burkes geprägter Philosoph, der sich v.a. mit totalitären Tendenzen moderner Ideologien sowie deren Tendenz zur Auflösung der kulturellen Fundamente von Gesellschaften kritisch auseindergesetzt hat.
  • Edmund Burke (1729-1797): Staatsphilosoph, der nach der Französischen Revolution die totalitären Tendenzen moderner, utopischer Ideologien beschrieb

4. Historische Persönlichkeiten

Alonso Sánchez Coello – Juan de Austria

In der Geschichte des Christentums gab es zahlreiche Personen von historischer Bedeutung, die sich in militärischem Dienst stehend, als militärische Führer oder durch andere militärische Taten schützend um das Christentum verdient gemacht haben.

  • Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907-1944): Stauffenberg stammte aus einer Familie mit jahrhundertelanger Soldatentradition. Er war ein gläubiger Katholik, der durch sein Handeln dazu beitragen wollte Deutschland wieder an seine abendländischen geistigen Wurzeln anzubinden. Der Überlieferung nach waren seine letzten Worte „Es lebe das geheiligte Deutschland!“
  • Jacques Cathelineau (1759-1793): Er war einer der Kommandeure des katholischen Widerstands gegen den Terror der Französischen Revolution in der Vendée. Wegen seiner besonderen Frömmigkeit wurde er im Volksmund auch als „der Heilige von Anjou“ bezeichnet. Das kirchliche Verfahren zu seiner Heiligsprechung wurde wegen des Verlustes der Unterlagen im Zweiten Weltkrieg abgebrochen.
  • Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736): Der im Dienst Österreichs stehende Feldherr befreite im Großen Türkenkrieg Ungarn und große Teile des Balkans von osmanischer Herrschaft. Der überzeugte Christ trug als Zeichen seiner Haltung ein Bild der Marienzeller Madonna über dem Herzen auf seinem Brustpanzer. In der Schlacht bei Zenta errangen die kaiserlichen Truppen unter seinem Oberbefehl am 11. September 1697 einen bedeutenden Sieg über die Osmanen. Dieser Sieg führte schließlich zum Frieden von Karlowitz, der den Großen Türkenkrieg (1683–1699) beendete.
  • Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg (1638-1701): Er war Stadtkommandant von Wien während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung und hielt die Stadt gegen zahlmäßig stark überlegene osmanische Kräfte bis zum Eintreffen des Entsatzheeres unter der Führung König Johann III. Sobieskis. Durch einen Ausbruch aus der Stadt nach dem Eintreffen des Entsatzheeres setzten sie die Belagerer zusätzlich unter Druck, so dass diese schließlich besiegt werden konnten.
  • König Johann III. Sobieski (1629-1696): Der polnische König spielte als Führer eines multinationalen europäischen Heeres u.a. bei der Beendigung der Belagerung Wiens im Jahre 1683 eine entscheidende Rolle bei der Abwehr der islamischen Expansion in Südosteuropa im 17. Jahrhundert.
  • Stephan Báthory (1533-1586): Als König von Polen förderte er mit Unterstützung jesuitischer Bildungstätigkeiten die Rekatholisierung des Landes. Er schuf so die kulturellen Grundlagen dafür, dass Polen sich zu einer Bastion des Katholizismus entwickelte und wesentlichen Anteil am christlichen Sieg über die osmanischen Invasionswellen im 17. Jhd. sowie am Ende der kommunistischen Herrschaft über Osteuropa hatte.
  • Ritter Johann von Österreich (1547-1578)
  • Marco Antonio Bragadin (1523-1571): Als venezianischer Offizier führte er die Verteidigung Zyperns gegen zahlenmäßig weit überlegene osmanische Kräfte in den Jahren 1570 und 1571. Die von ihm und den anderen Verteidigern dabei gezeigten außergewöhnlichen militärischen Leistungen banden starke osmanische Kräfte und ermöglichten den christlichen Verteidigern des ostwärtigen Mittelmeerraums die Vorbereitung weiterer Abwehrmaßnahmen im Vorfeld der entscheidenden Seeschlacht von Lepanto. Als die Osmanen unmittelbar vor der Eroberung Famagustas standen, versuchte er mit ihnen die Evakuierung der christlichen Bevölkerung auszuhandeln. Die von Lala Mustafa Pasha geführten osmanischen Kräfte brachen das Abkommen jedoch, verübten ein Massaker an den Christen der Stadt und folterten Bragadin auf besonders grausame Weise zu Tode. Die Nachricht über die Greueltaten der Osmanen fanden weitete Verbreitung und trugen maßgeblich zur Entschlossenheit der Soldaten der Heiligen Liga in der Seeschlacht von Lepanto bei.
  • Jean de la Valette (1494-1568): Er war Admiral der Flotte und später Großmeister des Malteserordens, unter dessen Führung die osmanische Belagerung der für die Verteidigung des westlichen Mittelmeerraumes wichtigen Insel Malta 1565 abgewehrt wurde. Als die Angreifer über eine eingestürzte Bastion in die Festungsanlagen einzudringen begannen, soll er im Alter von über 70 Jahren persönlich den Gegenangriff angeführt haben. Nach hohen Verlusten sollen zuletzt 600 Mann die Insel gegen mehrere zehntausend angreifende Osmanen gehalten haben. Eine Inschrift an seinem Grab bezeichnet ihn als den „Wächter Europas“.
  • Isabella I. von Kastilien (1451-1504): Die auch „Isabella die Katholische“ genannte Königin von Kastilien, Leon und Aragón war zusammen mit ihrem Gatten Ferdinand II. nach fast 800 Jahren Kampf verantwortlich für die endgültige Befreiung Spaniens von islamischer Herrschaft und Präsenz. Sie war zudem ein Förderer von Christoph Kolumbus und trug so zur Schaffung der Grundlagen der Christianisierung der Neuen Welt bei. 1974 eröffnete Papst Paul VI. den Seligsprechungsprozess.
  • Georg Kastriota („Skanderbeg“, 1405-1468): Durch seine Verteidigung Albaniens gegen die Osmanen wurde er berühmt und erhielt 1457 von Papst Calixtus III. sowohl den Titel „Fidei defensor“ (Verteidiger des Glaubens) als auch den Ehrentitel „Athleta Christi“ (Verteidiger des Christentums).
  • Johann Hunyadi (ca. 1387/1407-1456): Der ungarische Heerführer und Staatsmann kämpfte vor allem gegen die Osmanen und gilt als beispielhafte Verkörperung des christlichen Rittertums.
  • Rodrigo Díaz de Vivar („El Cid“, ca. 1045-1099)
  • Kaiser Otto I. (912-973): Im Jahre 955 wurde unter seiner Führung bei er Schlacht auf dem Lechfeld der endgültige Sieg über die Magyaren errungen, deren Invasionen damit endeten. Otto I. erwarb sich dadurch den Ruf eines Retters des Christentums. Der Überlieferung zufolge sei er während der Schlacht mit der Heiligen Lanze seinem Heer vorangegangen. Er wurde im Jahre 962 durch den Papst zum ersten römisch-deutschen Kaiser gekrönt. Er schuf die Voraussetzungen für die Christianisierung der Slawen und der Magyaren, und unter seiner Herrschaft setzte eine kulturelle Blütezeit ein.
  • König Heinrich I. (876-936): Als König des Ostfrankenreichs bestand eine seiner Leistungen darin, die Einfälle der damals noch nicht christianisierten, als praktisch nicht besiegbar geltenden Magyaren abzuwehren und damit die Ostgrenze des christlichen Europas zu sichern. Dies gelang ihm u.a. durch eine Reform der Wehrorganisation, ein umfangreiches Burgenbauprogramm, die Einigung der ostfränkischen Stämme auf der Grundlage des Christentums sowie durch den Sieg eines von ihm geführten Heeres über die Magyaren in der Schlacht bei Riade im jahr 933. Sein Wirken spielte zudem eine entscheidende Rolle bei der Schaffung des christlichen Heiligen Römischen Reiches.
  • Kaiser Karl der Große (747-814): Der Kaiser des Frankenreiches entsprach laut dem Historiker Johannes Fried dem Urbild des „weisen Königs“ und war ein Mann des „Schwertes und der Religion“, der Europa erstmals seit dem Untergang des Römischen Reiches wieder eine Ordnung gab. Die kulturellen Werke, die er ermöglichte, wirken bis heute nach, und er unterstützte auch die Rettung des verbliebenen Wissens der Antike. An den damaligen Papst schrieb er: „Unsere Aufgabe ist es […] die heilige Kirche Christi […] nach außen mit den Waffen zu verteidigen und nach innen mit der Erkenntnis des katholischen Glaubens zu festigen.“ Zudem unterstützte er die Christen Spaniens gegen die Angriffe der Mauren und schuf mit der Spanischen Mark eine Grenzregion, die Nordeuropa gegen weitere islamische Expansion sicherte und den Ausgangspunkt für die Reconquista bildete.
  • Pelagius von Asturien („Pelayo“, gest. ca. 737): Der Überlieferung nach war er der Gründer des ersten christlichen Staates, der auf der iberischen Halbinsel nach der muslimischen Eroberung entstand. Unter seiner Führung gelang zudem der erste Sieg eines christlichen Heeres im Zuge der Abwehr dieser Invasion.
  • Karl Martell (ca. 688-741): Der Historiker Edward Gibbon bezeichnete ihn wegen seines Sieges in der gegen angreifende Araber und Berber geführten Schlacht von Tours und Poitiers im Jahr 732 als den „Retter des Abendlandes“.

5. Taten

Hier werden historisch bedeutsame Taten des schützenden, bewahrenden und verteidigenden Dienstes des Christentums an Europa sowie am Christentum in Europa aufgeführt.

  • Der globale Kampf gegen den Islamismus (2001-heute): Die Angriffe militanter Islamisten richten sich auch gegen Christen und das Christentum. In Teilen des Nahen Ostens, Subsahara-Afrikas und Südostasiens führen militante Islamisten gegenwärtig eine der größten Christenverfolgungen in der Geschichte durch. Im von Papst Johannes Paul II. beauftragten Kompendium der Soziallehre der Kirche wird islamistischer Terrorismus als „Entweihung und Gotteslästerung“ eingestuft (Nr. 515). Versuche wie die der Islamisten, ganze Gruppen von Menschen aufgrund ihres christlichen Glaubens auszulöschen, werden als „Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit“ verurteilt (Nr. 506). Es sei die moralische Pflicht der Angegriffenen, notfalls „die Verteidigung auch mit Waffengewalt zu organisieren“ (Nr. 500). Zudem bestehe eine moralische Pflicht anderer dazu, zugunsten der Angegriffenen militärisch einzugreifen (Nr. 506).
  • Der katholische Widerstand gegen den Kommunismus (1917-1989): Die katholische Kirche spielte insbesondere unter Papst Johannes Paul II. eine entscheidende Rolle bei der Befreiung Osteuropas von kommunistischer Herrschaft.
  • Der christliche Widerstand gegen den Nationalsozialismus (1933-1945)
  • Der Kampf gegen die muslimischen Piraten und Sklavenjäger Nordafrikas (ca. 1500-1844): Nach dem Abschluss der Befreiung Spaniens von der islamischen Herrschaft siedelten sich geflohene muslimische Morisken auf dem Gebiet des heutigen Marokkos und Algeriens an. Von dort aus begannen sie zusammen mit Arabern und Mauren Angriffe auf die Seefahrt christlicher Staaten im Mittelmeer sowie gegen Orte an der Mittelmeer- und Atlantikküste. Modernen Schätzungen zufolge wurden in diesem Zusammenhang zwischen 1530 und 1780 etwa 1,25 Millionen Christen versklavt, die meisten davon durch Raubzüge an den Küsten Italiens, Spaniens und Portugals. Diese fortgesetzten Angriffe waren Anlass zahlreicher militärischer Interventionen europäischer Staaten, an denen sich ab dem späten 18. Jahrhundert auch die USA beteiligten. Erst nach der französischen Eroberung Algeriens gegen Mitte des 19. Jahrhunderts konnte das islamische Piratentum im Mittelmeer endgültig zerschlagen werden.
  • Die Türkenkriege und die Verteidigung Mitteleuropas gegen die Osmanen (1423-1799)
  • Der Widerstand in der Vendée gegen den Terror der Französischen Revolution (1793-1796)
  • Die Reconquista (ca. 711-1492): Auf der iberischen Halbinsel wäre das Christentum im Zuge der islamischen Expansion vermutlich ebenso ausgelöscht worden wie in Nordafrika, wenn es nicht gelungen wäre, diese Expansion durch die Reconquista rückgängig zu machen.
  • Die Verteidigung Mitteleuropas gegen die Ungarneinfälle (899-955)

6. Ereignisse

Józef Brandt – Polnischer Husar (1890)
  • Der 11. September (2001): Das Ereignis steht für den Beginn einer neuen Offensive militanter Strömungen im Islam gegen das Christentum und die von ihm geprägten Gesellschaften nach rund zwei Jahrhunderten Unterbrechung.
  • Die Schlacht am Kahlenberg (1683): Die Schlacht am 12. September 1683 beendete die Zweite Wiener Türkenbelagerung. Ein deutsch-polnisches Entsatzheer unter der Führung des polnischen Königs Johann III. Sobieski schlug dabei die osmanische Armee unter dem Schlachtruf „Maria hilf“. Auf christlicher Seite kämpften Kräfte aus Österreich, Sachsen, Bayern, Baden und dem Kirchenstaat sowie polnische Husaren. J.R.R. Tolkien hat seine Beschreibung der fiktiven Schlacht auf dem Pelennor vor den Toren der Stadt Minas Tirith mutmaßlich auch an die Schlacht am Kahlenberg angelehnt.
  • Die Seeschlacht von Lepanto (1571): In der Sakristei der Asamkirche von Ingolstadt wird die sogenannte „Lepantomonstranz“ aufbewahrt, auf Einzelheiten der Seeschlacht von Lepanto dargestellt sind.
  • Der Fall Konstantinopels (1453): Am 28. Mai 1453 vernichteten die Osmanen mit der Einnahme Konstantinopels das Byzantinische Reich, das auf das Römische Reich zurückging und den islamischen Angriffen rund 800 Jahre lang standgehalten und dadurch Mitteleuropa geschützt hatte. Der letzte byzantinische Kaiser Konstantin XI. fiel bei der Verteidigung der Stadt, an der er sich persönlich beteiligt hatte.
  • Die Schlacht auf dem Amselfeld (1389): Auf dem Amselfeld im heutigen Kosovo stellte sich 1389 ein Heer unter der Führung des serbischen Fürsten Lazar den angreifenden Truppen des osmanischen Sultans Murad I. entgegen. Das kräftemäßig unterlegene Heer Lazars unterlag zwar den Angreifern, konnte diesen aber hohe Verluste zufügen. Das Ereignis spielt in der Erinnerungskultur der slawischen Balkanvölker eine wichtige Rolle als Symbol der Aufopferung für die christlichen Werte und des Kampfes gegen die osmanischen Invasionswellen.
  • Die Schlacht auf dem Lechfeld (955): Am 10. August 955 gelang es einem kräftemäßig unterlegenen Heer unter der Führung von Otto I. auf dem Lechfeld bei Augsburg die heidnischen Magyaren so zu schlagen, dass diese ihre Einfälle nach Mitteleuropa dauerhaft einstellten. Otto I. zog seinen Truppen der Überlieferung zufolge mit der Heiligen Lanze und einem Banner voran, das den heiligen Erzengel Michael zeigte. Seitdem gilt dieser als der Schutzpatron Deutschlands.
  • Die Schlacht von Tours und Poitiers (732)
  • Die Schlacht von Covadonga (ca. 722): Die Schlacht bzw. das Gefecht endete mit dem ersten Sieg christlicher Kräfte gegen die maurischen Invasoren in Spanien und markiert den Beginn der Reconquista, die erst rund 750 Jahre später abgeschlossen war.

7. Motive

  • Maria vom Siege: Es gibt in der katholischen Kirche eine Form der Marienverehrung, die sich auf Themen des schützenden Dienstes am Nächsten und am Gemeinwesen bezieht. Darstellungen in der Offenbarung des Johannes, welche die als Maria gedeutete apokalyptische Frau auf einem Halbmond stehend beschreiben („Mondsichelmadonna“), trugen in diesem Zusammenhang mutmaßlich dazu bei, dass sich viele Gläubige vor allem im Zusammenhang mit der Bedrohung des Christentums durch die Osmanen an Maria wandten. Der Überlieferung nach habe bei der Belagerung der Johanniter auf der Insel Rhodos durch die Osmanen im Jahr 1480 eine „mit glänzendem Schild und Lanze bewaffnete Jungfrau gefolgt von den ‚Himmlischen'“ die Osmanen in die Flucht geschlagen. Die Verehrung der „Mutter vom Großen Sieg“ war in Europa nach der erfolgreichen Abwehr der osmanischen Bedrohung bei Lepanto 1571 und bei Wien 1683, die auf ihr Wirken zurückgeführt wurde, weit verbreitet. Als die Siegesnachricht verkündetwurde, rief Papst Pius V. das Fest „Beatae Mariae Virginis de Victoria“, („Unserer Heiligen Frau der Siege“) aus, das „an jedem ersten Sonntag im Oktober in allen Kirchen mit einem Rosenkranzaltar gefeiert werden sollte. Nach der zweiten Wienbelagerung im Jahre 1683, die 30 Tage nach Mariä Himmelfahrt für die Christen entschieden worden war, ordnete Papst Innozenz XI. für die ganze Kirche das Gnadenfest Mariä Namen an, das jährlich in Gedenken an Wien begannen werden sollte. Die über die Osmanen triumphierende Jungfrau wurde in diesem Zusammenhang in der Kunst auch als „Türkenmadonna“ dargestellt.
  • Die neun guten Helden: Ein seit dem 14. Jahrhundert in ganz Europa verbreitetes kunstgeschichtliches Motiv, das ritterliche Idealgestalten beschreibt
  • Sankt Michael der Drachentöter: Das Bild des Drachen als Feind des Menschens findet sich im christlichen Kontext im Alten Testament (etwa in Gen 3,1) sowie in der Offenbarung des Johannes (etwa in Offb 12), wo der heilige Erzengel Michael als Drachentöter beschrieben wird. Der Drache ist hier insbesondere der Feind Evas (in Gen 3,1) bzw. des Volk Gottes sowie der Feind der als Muttergottes gedeuteten apokalyptischen Frau und ihrer Nachkommen. Gelegentlich wird in der Kunst auch Jesus Christus als Drachentöter dargestellt.

8. Konzepte

  • Das Abendland: Das Abendland ist der kulturell durch das katholische Christentum geformte und durch die griechische und römische Antike sowie durch germanische und keltische Einflüsse geprägte Teil Europas. Es ist zugleich eine die Nationen vereinende und zugleich über sie hinausreichende geistig-religiöse Gemeinschaft.
  • Der Miles Christianus: Das Konzept beschreibt primär das Ideal des asketischen Christen, der einen inneren Kampf um das Heil seiner Seele führt. Es beschreibt außerdem im Rahmen des Konzepts des Rittertums das Ideal des Christen, welcher dem Christentum und der Kirche schützend und verteidigend dient und dafür ebenfalls asketische Tugend entwickeln muß.
  • Das Rittertum: Das Rittertum ist das christliche Soldatentum. Seine Aufgabe war es, das Christentum, die Kirche und schutzbedürftige Menschen zu schützen und zu verteidigen. Das Tugend- und Haltungsideal des Rittertums ist dabei anders als die militärischen und politischen Formen seiner historischen Gestaltung zeitlos und wirkt bis in die Gegenwart nach.
  • Die Ökumene des Blutes: Das Konzept wurde 2016 in einer gemeinsamen Erklärung von Papst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill beschrieben. Demnach würden die Feinde des Christentums ihren Vernichtungswillen gegen das Christentum als solches richten und nicht zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen unterscheiden. Im Angesicht feindlicher Angriffe seien konfessionelle Streitigkeiten daher unangemessen. Papst Franziskus: „Wenn uns der Feind im Tod vereint, wie kommen wir dazu, uns im Leben zu trennen?
  • Das geheime Deutschland: Das Konzept beschreibt die Werke und Ideale deutscher Kultur christlich-abendländischen Geistes, die durch die Jahrhunderte hindurch entstanden, sich dabei aufeinander bezogen und aufeinander aufbauten und dadurch ein unsichtbares, geistiges Deutschland schufen. Es beschreibt auch seine Träger, die oft im Gegensatz zu den politischen und gesellschaftlichen Erscheinungen der Zeit und Umstände standen, in der sie lebten und wirkten. Das Konzept spielte dementsprechend im militärischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus eine wichtige Rolle. „Es ist die geheime Gemeinschaft der Dichter und Weisen, der Helden und Heiligen, der Opferer und Opfer, welche Deutschland hervorgebracht hat und die Deutschland sich dargebracht haben […]. Es ist […] ein Geisterreich wie der mittelalterliche Heiligen- und Engelsstaat, ist ein Menschenreich wie Dantes als ‚Humana civiltas‘ erschaute Jenseitswelt der drei Bezirke […] es ist die in Stufen und Ränge geordnete Heroenwelt des heutigen, des künftigen und des ewigen Deutschland.“ (Ernst Kantorowicz)
  • Das Grabmal des unbekannten Soldaten: Das Konzept ist im ganzen europäischen Kulturraum verbreitet und beruht auf christlichen Vorstellungen über den moralischen Rang des Dienstes unter Opfern. Die Grabstätten enthalten die Gebeine von Soldaten, deren Namen nicht bekannt bzw. nur Gott bekannt ist, wie auf vielen Inschriften vermerkt ist.  Das entsprechende Grabmal steht somit symbolisch für alle Menschen, die im schützenden Dienst an einem Gemeinwesen den Tod fanden, weshalb ihnen besondere Achtung gebührt. In Großbritannien befindet sich das Grabmal des unbekannten Soldaten im Eingangsbereich der Westminster Abbey im Mittelgang, so dass jeder, auch die Mitglieder der königlichen Familie, bei offiziellen Anlässen um das Grab herumgehen und dem unbekannten Soldaten seine Ehre erweisen muss. In einigen Staaten wird dem Bestattetem posthum die höchste Tapferkeitsauszeichnung verliehen, während in anderen die Ehrenwache keine Dienstgradabzeichen trägt um anzuerkennen, dass diejenigen, die dienend ihr Leben gaben, grundsätzlich im Rang über anderen stehen.
  • Der Gentleman: Das im ganzen europäischen Kulturraum verbreitete Konzept geht auf Vorstellungen des Rittertums zurück

9. Symbole und Zeichen

  • Der gute Hirte: „Ich gebe mein Leben hin…“
  • Der Pelikan: Symbol opferbereiten Dienstes
  • Der Wolf: Symbol für menschliche Gegner der Christen und des Christentums
  • Der Drache: Symbol für das Böse
  • Der Adler
  • Das Schwert: Symbol der göttlichen Allmacht und Gerechtigkeit sowie des göttlichen Zorns.

10. Glaubenspraxis

Einige Aspekte katholischer Glaubenspraxis beziehen sich unmittelbar auf Taten des schützenden Dienstes am Christentum.

  • Allgemeine Marienverehrung: Marienverehrung hat allgemein einen engen Bezug zur Spiritualität des schützenden Dienstes.
  • Das Rosenkranzfest: Das ursprünglich „Maria vom Siege“ genannte Fest war der Dank der Kirche für die Rettung Europas durch den christlichen Sieg über die osmanische Flotte in der Seeschlacht von Lepanto 1571.
  • Das Fest Mariä Namen: Der Dank der Kirche für die Abwehr der zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683
  • Die Maria-Hilf-Verehrung: In Zeiten der Not suchten Katholiken vor allem auch Hilfe bei der Muttergottes. Besonders ausgeprägt war dies im Zusammenhang mit der Bedrohung Europas durch die Osmanen zu beobachten. In vielen Kirchen im süddeutschen und österreichischen finden sich in diesem Zusammenhang Gnadenbilder der Muttergottes als Auxiliatrix Christianorum. Die Marienverehrung auf dem Passauer Mariahilfberg steht ebenfalls im Kontext dieser Bedrohung. Als 1683 Wien durch die Türken belagert wurde, flüchtete Leopold I. nach Passau. Vor dem Gnadenbild der Wallfahrtskirche Mariahilf betete das Kaiserpaar täglich um Rettung aus der Türkengefahr. Als dann die christliche Allianz die Entsatzschlacht am Kahlenberg unter dem Kampfmotto „Maria hilf!“ gewann, wurde das Passauer Mariahilf-Gnadenbild zum Staatsgnadenbild der Habsburgermonarchie. Die bei der Schlacht erbeuteten Waffen der besiegten Türken sind im Beichtgang der Kirche Mariahilf zu besichtigen. Die Maria-Hilf-Verehrung verbreitete sich zudem auch in Polen und Ungarn.
  • Der Jakobsweg: Pilgerfahrt zur Unterstützung der spanischen Recoquista
  • Das Mittagsläuten: Papst Calixtus III. (1378–1458) ordnete aus dem Anlass der damaligen Bedrohung Österreichs und Ungarns durch die Osmanen am 29. Juni 1456 an, dass Kirchenglocken mittags durch ihr Geläut die Gläubigen dazu aufrufen sollten, drei Vater Unser und drei Ave Maria beten. Das Heer Sultan Mehmeds II. wurde am 22. Juli 1456 nahe Belgrad trotz seiner Übermacht von einer Allianz aus ungarischen Truppen und einem bäuerlichen Kreuzfahrerheer geschlagen. Papst Calixtus III. erhielt erst am 6. August 1456 die Siegesnachricht. Aufgrund der zeitlichen Nähe der Ereignisse und der damaligen langen Kommunikationswege nahmen der Klerus und die Gläubigen an, dass fortan das kirchliche Mittagsgeläut zur Feier der erfolgreichen Abwehr der muslimischen Invasoren zu ertönen habe. Nachdem die Bedrohung des osmanischen Reiches gegenüber Europa trotz dieses Sieges für Jahrhunderte nicht gebannt war, wurde die päpstliche Anordnung fortgeführt und als Dankesbrauch für die Abwehr der Bedrohung bis heute beibehalten. Es ging als „Türkenläuten“ in den allgemeinen Sprachgebrauch ein. Die Praxis hatte Vorläufer. So hatte Erzbischof Wolfram von Prag schon 1399 verordnet, jeden Freitag solle um neun, der Todesstunde alle Glocken geläutet werden, um dem Sieg der Osmanen über die Christen zu gedenken. Dabei sollten die Menschen in ihren Tätigkeiten innezuhalten und mit gebeugtem Knie fünfmal das Gebet des Herrn zu sprechen. Seit dem 18. Jahrhundert wird das Mittagsläuten wieder vorwiegend als Gebetsläuten zum Angelug-Gebet verstanden.
  • Der „Athleta Christi“: Der Ehrentitel Athleta Christi (lateinisch für „Kämpfer Christi“) wurde im 15. Jahrhundert von den Päpsten an Personen verliehen, die sich besonders um die militärische Verteidigung des Christentums gegen das Osmanische Reich verdient gemacht hatten. Zu den Ausgezeichneten zählen u.a. Johann Hunyadi und Georg Kastriota.
  • Die Kreuzzüge: Die im Zeitraum zwischen 1095 bis 1291 durchgeführten Kreuzzüge sind als der letztlich fehlgeschlagene Versuch, die islamischen Eroberungszüge in Richtung des christlichen Kulturraumes einzudämmen und zurückzudrängen, differenziert zu betrachten. Anlass waren Versuche der islamischen Eroberer zur Vernichtung der heiligen Stätten des Christentums in Jerusalem sowie zur Unterbindung von Pilgerfahrten. Darüberhinaus waren sie eine Antwort auf Christenverfolgungen und auf ein Unterstützunguntersuchen des bedrängten Byzantinischen Reiches, was die Kreuzzüge zu einem Vorläufer der humanitären Interventionen der Gegenwart macht. Die Kreuzzüge waren dabei grundsätzlich defensiv angelegt. Der Historiker Egon Flaig sah 2006 in den Kreuzzügen trotz mancher in ihrem Rahmen beobachteten Fehlentwicklungen (etwa der Plünderung Konstantinopels entgegen dem Befehl des Papstes im vierten Kreuzzug) insgesamt eine positiv zu bewertende Leistung, welche die islamische Expansionsbewegung in Richtung Europa über mehrere Jahrhunderte unterband und so dazu beitrug, das sich hier die abendländische Synthese aus antikem und christlichem Denken herausbilden konnte. Das moderne Europa verdanke den Kreuzzügen ähnlich viel wie den griechischen Abwehrkämpfen gegen die Perser.
  • Das „Türkengebet“ und die „Türkenpredigten“: Diese waren eine bis zum Ende der osmanischen Einfälle in Mitteleuropa im 17. Jahrhundert verbreitete Praxis. In diesen Gebeten stand die Auseinandersetzung mit den eigenen sittlichen Verfehlungen im Vordergrund, die als eigentliche Ursache der osmanischen Bedrohung betrachtet wurde. In Predigten wurden dabei auch Missstände angesprangert, welche die Erfolge der Osmanen begünstigten. Papst Calixtus III. ermahnte in diesem Sinne etwa in einer Bulle aus dem Jahr 1456 zu Gebet, Fasten und Buße sowie zu Bittprozessionen und Messen sowie Predigten. 1571 ordnete auch Papst Pius IV. entsprechende Gebete an, bei denen das Eingeständnis der eigenen Sünden und Unzulänglichkeiten im Vordergrund stand. Die Christenheit trage selbst Schuld an der osmanischen Bedrohung und habe diese durch sündige Lebensweise und Vernachlässigung des Betens heraufbeschworen. In entsprechenden Predigten, etwa des bekannten Augustiners Abraham a Santa Clara, ging es dementsprechend neben dem Aufruf zum Kampf auch um innere Umkehr und Erneuerung. Zudem riefen entsprechende Gebete und Predigten zur konfessionellen und politischen Einheit bei der Abwehr dieser Bedrohung auf.
  • „Türkenglocken“: Es handelt sich dabei um Kirchenglocken, die aus von geschlagenen osmanischen Angreifern zurückgelassenen Kanonen gegossen wurden. Sie finden sich vor allem in Österreich. Ein bekanntes Beispiel ist die Türkenglocke auf dem Grazer Schlossberg, die 1587 im Auftrag gegeben wurde und aus 101 osmanischen Kanonen gefertigt worden sei. Nach dem Sieg in der Schlacht um Wien bzw. in der Schlacht am Kahlenberg 1683 wurde die Glocke jeweils morgens, mittags und abends 101 Mal zum Dank an die Muttergottes und als Bitte für weiteren Schutz geläutet. Auch die „Pummerin“, die größte Glocke des Stephansdoms in Wien, wurde aus zurückgelassenen osmanischen Kanonen gegossen.
  • Waffensegnungen: Diese sind seit dem 10. Jhd. belegt und sollten unter anderem den Träger der Waffen darauf verpflichten, diese zum Schutz von „Kirchen, Witwen, Waisen und allen, die Gott dienen“ einzusetzen. Vor allem aufgrund von mißbräuchlicher Verwendung für säkulare Zwecke im 20. Jahrhundert werden Waffensegnungen derzeit durch die Kirche nicht praktiziert.

10.1 Gebete

11. Orte

Die Santa Cueva de Covadonga

Christliche Orte, die hier relevant sind, umfassen Stätten des schützenden christlichen Dienstes am Gemeinwesen.

  • Der Aachener Dom: Ort des Karlskultes und von 936 bis 1531 Krönungsort römisch-deutscher Könige
  • Die Kathedrale von Reims: Jahr­hunderte­lang wurden hier die französischen Könige gekrönt.
  • Das Kloster Monte Cassino
  • Der Quedlinburger Dom
  • Die Wallfahrtskirche Mariahilf in Passau: Als 1683 Wien durch die Türken belagert wurde, flüchtete Leopold I. nach Passau. Vor dem Gnadenbild der Wallfahrtskirche Mariahilf betete das Kaiserpaar täglich um Rettung aus der Türkengefahr. Als dann die christliche Allianz die Entsatzschlacht am Kahlenberg unter dem Kampfmotto „Maria hilf!“ gewann, wurde das Passauer Mariahilf-Gnadenbild zum Staatsgnadenbild der Habsburgermonarchie. Die bei der Schlacht erbeuteten Waffen der besiegten Türken sind im Beichtgang der Kirche zu besichtigen.
  • Iona Abbey: Die 563 gegründete Abtei auf der Insel Iona vor der Westküste Schottlands ist einer der heute noch erhaltenen Orte im irisch-schottischen Raum, die in der Zeit nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches den chaotischen Bedingungen der damaligen Zeit weitgehend entzogen war und einen Rückzugsraum für christliche Mönche bildete. Diese bewahrten hier Teile des Wissens und der Kultur der Antike und bildeten Missionare aus, die das Christentum in weiten Teilen Europas verbreiteten und Inseln der Ordnung und der Kultur schufen.
  • Das Löwendenkmal in Luzern: Das Denkmal, das einen sterbenden Löwen zeigt, erinnert an die am 10.08.1792 beim Tuileriensturm in Paris gefallenen Schweizergardisten. Bei der Verteidigung des Tuilerienpalastes gegen angreifende Revolutionäre fielen damals 760 der rund 1000 eingesetzten Schweizergardisten. Das Denkmal wurde nach einem Entwurf des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen geschaffen. Auf ihm ist das Motto „Helvetiorum fidei ac virtuti“ („Der Treue und Tapferkeit der Schweizer“) zu lesen.
  • Die Befestigungsanlagen der Insel Malta
  • Die Santa Cueva de Covadonga: In der Felsenhöhle von Covadonga (vulgärlateinisch für „Höhle der Herrin“) in Asturien im Norden Spaniens befand sich bereits zur Zeit des Westgotenreichs ein Marienheiligtum. 722 fand dort die Schlacht von Covadonga statt, in der Pelagius von Asturien („Pelayo“) als Anführer einer christlichen Streitmacht einen Sieg über muslimische Truppen errang. Dieser Erfolg gilt als Beginn der Reconquista. Der Überlieferung zufolge habe Pelagius den Sieg auf das Wirken der Muttergottes zurückgeführt, zu der er vor der Schlacht in einer Höhle an einer Marienstatue für den Sieg gegen die Invasoren gebetet habe. König Alfons I. habe um das Jahr 750 in Anerkennung dessen ein Kloster und eine Kapelle an dem Ort, der Ziel einer Marien-Wallfahrt wurde, errichten lassen. Papst Johannes Paul II. besuchte den heute an dem Ort befindlichen Schrein während seines Pontifikats.
  • Der Machabäerschrein in der Kirche St. Andreas in Köln: Der Schrein enthält der Überlieferung nach die Reliquien der makkabäischen Brüder und ihrer Mutter. Diese lebten vor dem Beginn des jüdischen Aufstands gegen die Fremdherrschaft der Seleukiden und wurden getötet, weil sie sich geweigert hatten, von der “Lebensart ihrer Väter abzufallen” und statt dessen ihr Leben für die “Gesetze unserer Väter” hingaben. Ihre Geschichte ist in 2 Makkabäer 7 überliefert. Ihre Reliquien seien durch Erzbischof Rainald um das Jahr 1164 mit den Reliquien der heiligen drei Könige nach Köln gebracht worden. Sie seien ein Geschenk des Kaisers Barbarossa gewesen. Sie wurden anschließend in der Kirche des Benediktinerinnenklosters zu den Heiligen Makkabäern am Eigelstein aufbewahrt und 1808 nach St. Andreas überführt worden. Der Schrein entstand in den Jahren 1520-1527.

12. Werke

12.1 Literatur (Religion und Philosphie)

Hier werden sowohl Werke mit unmittelbarem christlichen Bezug als auch Werke aufgeführt, deren Gedanken in das Christentum integriert wurden oder integrierbar sind oder sonstige Bezüge zur christlichen Kultur des schützenden Dienstes aufweisen.

  • Hans Urs von Balthasar – Cordula oder der Ernstfall
  • Edmund Burke – Betrachtungen über die französische Revolution
  • Epiktet – Handbüchlein der Moral: Viele der Vorstellungen des heidnischen griechischen Autors der Antike bzw. der stoischen Philosophie wurden später in Konzepte christlicher Lebensführung integriert. Die stoische Philosophie prägte zudem abendländische Vorstellungen des Soldatentums und wurde in den vergangenen Jahren im Rahmen von Überlegungen zur Stärkung psychischer Resilienz in Krisensituationen wieder verstärkt beachtet.
  • Josemaría Escrivá – Der Weg: Es handelt sich um den ersten Band einer Trilogie, in welcher der katholische Heilige in Form von Leitsätzen und Aphorismen eine männliche Spiritualität des Dienstes beschreibt. „Dein Leben darf kein fruchtloses Leben sein. – Sei nützlich. – Hinterlasse eine Spur. – Leuchte mit dem Licht deines Glaubens und deiner Liebe. Tilge durch dein Leben als Apostel den zähen Unrat, den die verseuchten Prediger des Hasses verbreitet haben. […] Sei stark. – Sei aufrecht. – Sei männlich. – Und dann … sei ein Engel.“
  • Viktor E. Frankl – …trotzdem ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager: Der Autor behandelt die Frage nach dem Sinn des Lebens vor dem Hintergrund scheinbar auswegloser Lagen und sieht im dienenden Leben den einzigen Weg sinnvoller Lebensgestaltung. „Wir müssen lernen […], dass es eigentlich nie und nimmer darauf ankommt, was wir vom Leben zu erwarten haben, vielmehr lediglich darauf: was das Leben von uns erwartet!“
  • Romano Guardini – Das Ende der Neuzeit
  • René Guenon – Die Krisis der Neuzeit
  • Scott Hahn – Das Mahl des Lammes: Der katholische Theologe beschreibt die Bezüge zur Offenbarung des Johannes, welche die heilige Messe bestimmen und sie zu einem Ausdruck und Teil des überzeitlichen Kampfes zwischen Gott und den Kräften des Bösen machen. „Gottesdienst ist Kampf. Wir sind hier um verwandelt zu werden: uns selbst abzusterben, für andere zu leben und so wie Gott zu lieben. Das geschieht auf dem Altar der Erde, und es geschieht auf den Altären unserer Kirchen.“
  • Ernst Jünger – Der Waldgang
  • C.S. Lewis – Die Abschaffung des Menschen
  • Inazo Nitobe  – Bushido. Die Seele Japans: Der aus einem Samurai-Clan stammende und zum Christentum konvertierte Autor beschreibt in diesem Werk unter Betonung von Parallelen zum christlichen Rittertum und anderen christlichen Konzepten die Grundlagen des Dienstethos der japanischen Samurai.
  • Platon – Der Staat
  • Philip Rieff – My Life among the Deathworks

12.2 Literatur (Dienendes Leben)

  • Asfa-Wossen Asserate: Manieren
  • Elmar Dinter – Held oder Feigling: Die körperlichen und seelischen Belastungen des Soldaten im Krieg
  • Shannon E. French – The Code of the Warrior: Exploring Warrior Values Past and Present
  • Dave Grossman – On Combat
  • Michael Klonovsky – Der Held: Ein Nachruf
  • Loren W. Christensen: Warriors. More on Living with Courage, Discipline, and Honor
  • Nancy Sherman – Stoic Warriors: The Ancient Philosophy Behind the Military Mind

12.3 Literatur (Sonstiges)

Hier werden literarische Werke vorgestellt, die im weitesten Sinne unter Bezug auf christliche oder christlich-geprägte Gedanken und Konzepte das Thema des schützenden Dienstes behandeln.

  • Werner Bergengruen – Der letzte Rittmeister
  • Ray Bradbury – Fahrenheit 451: In diesem dystopischen Roman beschreibt der christlich-geprägte Bradbury einen fiktiven totalitären Staat der Zukunft, dessen Bevölkerung durch totale Unterhaltung seelisch so korrumpiert ist, dass sie nicht mehr aktiv unterdrückt werden muss, weil sie ihren Zustand gutheißt. Gleichzeitig steht dieser Staat vor einer unabwendbaren Katastrophe. In dieser Lage bereitet sich eine kleine Gemeinschaft darauf vor, den späteren geistigen Wiederaufbau vorzubereiten.
  • Dino Buzzati – Die Tatarenwüste: Ein Roman über einen Offizier, der sein Leben damit verbringt, in einer abgelegenen Festung auf den Angriff des Gegners zu warten. Es geht um die „bittersüße Lust des höchsten Opfers […]. Dieser Roman ist eine gefährliche Lektüre für Menschen mittleren Alters, vor allem, wenn sie männlich sind.“ (Aus der Rezension von Hubert Spiegel in der FAZ).
  • Ernst Jünger – Auf den Marmorklippen: Eine Betrachtung des später katholisch gewordenen religiösen Mystikers Ernst Jünger über den Dienst im Angesicht von moralischem Verfall und Barbarei, die er zur Zeit des Dritten Reiches verfasste, und die deutliche Verweise auf dieses enthält.
  • Jochen Klepper – Der Vater: Der Autor, der auch evangelischer Theologe war, zeichnete in diesem 1937 erschienenen Roman das Bild eines preußischen Königs, der in allem nach Gott fragt und sich als ersten Diener im Staat begreift. Klepper stellte dieses Bild dem totalitären Führerkultur seiner Zeit gegenüber.
  • Alexander Lernet-Holenia – Die Standarte
  • Jean Raspail: Sieben Reiter verließen die Stadt: Der traditionell orientierte Katholik Raspail ergründet in diesem Roman die Ursachen des Zerfalls von Kulturen und verschiedene Möglichkeiten, sich dem auf dienende Weise zu stellen.
  • J.R.R. Tolkien – Der Herr der Ringe: Der Autor sagte über sein Werk: „Der Herr der Ringe ist natürlich von Grund auf ein religiöses und katholisches Werk; unbewusstermaßen zuerst, aber bewusst im Rückblick.“ In der Tradition europäischer Mythologie beschreibt er den Dienst einer Gemeinschaft im Kampf gegen das Böse und integriert dabei vorchristliche antike und heidnische Motive auf der Grundlage eines christlichen Weltbildes.
  • Franz Werfel – Die vierzig Tage des Musa Dagh: Der Roman behandelt den Widerstand der christlichen Armenier gegen den an ihnen von den Türken verübten Völkermord Anfang des 20. Jahrhunderts.

12.4 Bildende Kunst und Musik

Der Bamberger Reiter

Die christliche Kultur des schützenden Dienstes wurde auch in zahlreichen Werken der bildenden Kunst und der Musik ausgedrückt.

  • Der Bamberger Reiter: Der Historiker und Mediävist Ernst Kantorowicz sah in dem Reiterstandbild im Bamberger Dom aus dem 13. Jahrhundert das Idealbild des Rittertums dargestellt.
  • Andrea del Verrocchio – Das Reiterstandbild Bartolomeo Colleonis: Colleoni war General der Republik Venedig und gilt als eine der fähigsten militärischen Gestalten des Europas des 15. Jahrhunderts. Er soll zeitweise als militärischer Führer eines nicht zustandekommenen Kreuzzugs zur Abwehr osmanischer Angriffe in Erwägung gezogen worden sein. Das Reiterstandbild in Venedig, das ihn zeigt, gehört zu den bedeutendsten Reiterstandbildern überhaupt und betont in idealisierter Weise die soldatischen Tugenden des Dargestellten.
  • Jan van Eyck – Die Streiter Christi/Darstellung auf dem Genter Altar
  • Das Harbaville-Triptychon (ca. 950): Das Kunstwerk aus Elfenbein wurde in der Mitte des 10. Jahrhunderts in Konstantinopel mutmaßlich für den kaiserlichen Hof geschaffen. Es zeigt das Motiv Jesu Christi auf seinem Thron als Herrscher, flankiert u.a. von Soldatenheiligen.
  • Albrecht Dürer – Ritter, Tod und Teufel (1513): Der Ritter symbolisiert das aktive, dienende Leben, das sich Risiken stellt und dabei mit dem Tod, aber auch mit der Versuchung zum Bösen konfrontiert ist.
  • Die Apokalypse von Angers (Wandteppich-Zyklus): Der durch den Weber Nicolas Bataille realisierte und durch den Maler Jan Bondol gestaltete Wandteppich wurde 1382 fertiggestellt. Der ursprünglich rund 140 Meter lange Teppich zeigt zahlreiche Motive aus der Offenbarung des Johannes. Die Darstellungen betonen die heroischen Aspekte des überzeitlichen Kampfes zwischen den Kräften des Guten und Bösen. Kunsthistoriker bewerteten ihn als eine der bedeutendsten Umsetzungen des Themas.
  • Richard Wagner – Parsifal: Das Bühnenweihfestspiel Wagners beruht auf dem Gralsmythos.

12.5 Lyrik

  • Die höfische Dichtung und Ritterepik: Die als Chansons de geste in altfranzösischer und okzitanischer Sprache formulierten Gedichte des Mittelalters mit christlichem Bezug behandeln vorwiegend die Taten frankischer Könige beim Schutz der christlichen Länder gegen islamische Angriffe. Hierzu gehört etwa das Rolandslied. Auch der spanische Cantar de Mio Cid und das mitteldeutsche Werk Parzival des Wolfram von Eschenbach fallen in diesen Bereich.

12.6 Lieder

Allgemein ist die Zahl geistlicher Lieder sowohl katholischen als auch protestantischen Hintergrundes, die in Stil und Inhalt im weitesten Sinne einer männlichen Spiritualität gerecht werden, überschaubar. Bei den „Kreuzliedern“ des Mittelalters, die oft inhaltliche Bezüge zum Rittertum hatten, handelte es sich um durch Minnesängern vorgetragene lyrische Texte und und nicht um geistliche Lieder.

  • Friedrich Spee – Unüberwindlich starker Held, Sankt Michael: Das katholische Lied aus dem 17. Jahrhundert ruft den Erzengel Michael als Kämpfer Gottes für die Kirche und als Beistand gegen das Böse an.
  • Martin Rinckart – Nun danket alle Gott: Das ursprünglich protestantische und später ökumenisch verwendete Friedenslied zählt zu den bekanntesten deutschsprachigen geistlichen Liedern. Es fand durch Übersetzungen in viele Sprachen über Deutschland hinaus Verbreitung. Als „Choral von Leuthen“ hat es auch einen militärischen Bezug.
  • Friedrich Gundolf – Schließ Aug und Ohr: Das Lied war zunächst im aus der katholischen Jugendbewegung hervorgegangenen „Grauen Orden“ verbreitet, dessen Leiter Willi Graf später der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ angehörte. Hier war es dann auf Sophie Scholl zurückzuführen, dass das Lied bis heute als das „Lied der Weißen Rose“ gilt. Aus dem Text: „Die Stunde kommt, da man dich braucht, dann sei du ganz bereit. Und in das Feuer, das verraucht, wirf dich als letztes Scheit.“
  • Prinz Eugen, der edle Ritter: Die von einem unbekannten Dichter vermutlich im 18. Jahrhundert verfasste Ballade behandelt die Taten Prinz Eugens im Zusammenhang mit der Befreiung Belgrads von den Osmanen.
  • Nachts steht Hunger starr in unserm Traum: Das ursprünglich im Umfeld der Pfadfinderbewegung und der Bündischen Jugend verbreitete Lied behandelt die Verfolgung der christlichen Kosaken durch die Kommunisten in Russland. Aus dem Text: „Ach! Dahin ist stolze Macht, keine Glocken klingen durch die rote Nacht. […] Noch fliegt Russlands heiliger Adler!“ Das Lied wurde später auch mit Bezug zu Untergrundaktivitäten der durch die Nationalsozialisten verbundenen Bündischen Jugend gesungen.
  • Die Bogurodzica: Das im 13. Jahrhundert entstandene polnische Lied war die Krönungshymne des polnischen Königs Wladyslaw I. und wurde unter anderem bei der Schlacht von Warna 1444 gegen die Osmanen als Kampflied gesungen. Es ist an die Muttergottes und an Jesus Christus gerichtet.

12.7 Handwerk

In den Klöstern des Mittelalters wurde auch die Handwerk der Waffenherstellung gepflegt und vervollkommnet. Beispiele dafür sind die hochwertigsten Schwerter der damaligen Zeit, die mutmaßlich in Klöstern hergestellt wurden.

  • Die Ulfberht-Schwerter: „Ulfberht“ ist eine moderne Transkription der Inschrift +VLFBERH+T, welche typischerweise auf frühmittelalterlichen Schwertern des 8. bis 11. Jahrhunderts zu finden ist. Es existieren viele Variationen der Inschrift, wie zum Beispiel +VLFBERHT+ oder auch VLFBERH+T. Allgemein vermutet man, dass es sich dabei ursprünglich um eine fränkische Person handelte, deren Name und Werkstatt später eine Art Handelsmarke begründeten. Es könne sich um den Schmied, aber auch um einen Herrscher oder Bischof handeln. Auf eine Werkstatt in kirchlichem Besitz verweist der Gebrauch von Kreuzen in der Signatur der Inschrift. Metallurgische Untersuchungen deuten darauf hin, dass einige der Schwerter im Kloster Fulda oder im Kloster Lorsch hergestellt wurden, wo eine Waffenproduktion historisch belegt ist. Die Charakteristika und das metallurgische Wissen der frühmittelalterlichen Schmiede machten die Schwerter zu den hochwertigsten Waffen der damaligen Zeit. Rund 170 Exemplare sind mittlerweile bekannt.
  • Die Ingelrii-Schwerter: Die Ingelrii-Gruppe besteht aus etwa 20 bekannten mittelalterlichen Schwertern aus dem 10. bis 12. Jahrhundert mit tauschierter Klingeninschrift INGELRII. Die Inschrift wird als Name des Klingenschmiedes gedeutet.

13. Mythen, Sagen und Legenden

Edwin Austin Abbey – Der goldene Baum und die Erlangung des Heiligen Grals

Mythen sind traditionell, ursprünglich meist mündlich überlieferte Erzählungen, die das Heilige zum Inhalt haben. Legenden sind überlieferte Erzählungen über Personen. Die Brüder Grimm definierten Sagen als „Kunde von Ereignissen der Vergangenheit, welche einer historischen Beglaubigung entbehrt“ und von „naiver Geschichtserzählung und Überlieferung, die bei ihrer Wanderung von Geschlecht zu Geschlecht durch das dichterische Vermögen des Volksgemüthes umgestaltet wurde“. Hier kommt es vor allem auf geistige Wahrheit und Aussagen über das Heilige an. Historisches Geschehen bildet allenfalls den Rahmen der Erzählung. Solche Erzählungen wurden daher auch als Formen narrativer Theologie bezeichnet.

  • Der Gralsmythos
  • Die Artussage
  • Die Legende von Sankt Georg dem Drachentöter: Der historische Georg, über den wenig bekannt ist, starb vermutlich um das Jahr 303 herum als Märtyrer. Im Mittelalter gab es eine ausgeprägte Verehrung Sankt Georgs. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Legenden um ihn. In der „Legenda Aurea“ rettet er eine jungfräuliche Königstochter vor einem Drachen, den er tötet. Der Drache hatte sie als Opfer gefordert. nach der Tötung des Drachen ist das Land vom Bösen befreit und viele Menschen lassen sich taufen. Die Georgslegende spielte eine wichtige Rolle im Selbstverständnis des christlichen Rittertums.
  • Die Jakobuslegende: Der Legende zufolge, die Grundlage des Jakobsverehrung im spanischen Santiago de Compostela ist, wurde der Apostel Jakobus der Ältere im Nordwesten Spaniens beigesetzt, wo sein Grab im 9. Jahrhundert wiederentdeckt worden sei. Der Ort entwickelte sich später zur Pilgerstätte Santiago de Compostela, dem Ziel der Jakobswege.  König Alfons III. von Asturien (866-910) führte seine Siege gegen die Mauren auf das Eingreifen des Heiligen zurück. Einer aus dem 12. Jahrhundert stammenden Legende zufolge griff Jakobus auch im Jahre 844 in der historisch nicht zweifelsfrei belegten Schlacht von Clavijo auf der Seite der Christen gegen die Mauren ein und führte den Sieg herbei, wobei er als Ritter auf einem Schimmel erschienen sei. Jakobus erhielt den Beinamen „Matamoros“ (Maurentöter). ¡Santiago y cierra, España! (Sankt Jakob und greif an, Spanien!) entwickelte sich später zum traditionellen Schlachtruf der spanischen Streitkräfte.
  • Die Rolandslegende: Die Legende des fränkischen Grafen Roland, deren historischer Hintergrund der Abwehrkampf Karls des Großen gegen die Sarazenen ist, wird unter anderem im Rolandslied (einem mittelalterlichen Versepos) wiedergegeben.
  • Die Beowulf-Legende: Das frühmittelalterliche angelsächsische Gedicht beschreibt den Kampf des Helden Beowulf gegen das Monster Grendel und vereint dabei nordische mit christlichen Traditionen. Christliche Motive finden sich vor allem in der Beschreibung positiver Charaktereigenschaften Beowulfs und in der moralischen Bewertung von Entscheidungen. Zudem wird das Monster Grendel als Nachkomme des Brudermörders Kain aus dem Alten Testament dargestellt.
  • Die Legenden um Dietrich von Bern: Die Legenden beschreiben Dietrich als Königssohn und Helden, der zwölf Mitstreiter um sich sammelt und gegen Drachen und Riesen kämpft. Bert Nagel sah in den Darstellungen Dietrichs von Bern im ca. um das Jahr 1200 herum in Süddeutschland entstandenen Nibelungenlied den Ausdruck eines vom Christentum geprägten ritterlichen Ethos der Stauferzeit. Das Nibelungenlied, in dem Dietrich unter anderem erwähnt wird, geht nach Ansicht von Forschern auf ältere völkerwanderungszeitliche Sagen zurück, die später mit christlichen Einflüssen verbunden worden seien. Historisches Vorbild für die Darstellungen Dietrichs war möglicherweise der ostgotische König und arianische Christ Theoderich der Große.

13.1 Waffen in Mythen und Legenden mit christlichem Bezug

Die Heilige Lanze in der Schatzkammer Wien

In der christlichen Mythologie und christlichen Legenden gibt es das Motiv des Schwertes und anderer Waffen. Zu nennen sind hier vor allem die folgenden mythischen bzw. legendären Schwerter und  Waffen:

  • Die heilige Lanze: Einer Legende aus dem apokryphen Nikodemusevangelium zufolge soll der römische Zenturio Longinus Jesus Christus mit einem Speer in die Seite gestochen haben. Durch das Heilige Blut sei der kranke Longinus geheilt worden, der sich anschließend taufen ließ und später als Märtyrer starb. Seit dem frühen Mittelalter ist eines von mehreren der als Speer des Longinus angenommenen Objekte eines der Herrschaftsinsignien des Heiligen Römischen Reiches. Ein Herrscher, der diese Lanze besaß, galt als unbesiegbar.
  • Das Schwert der Johanna von Orléans: Ihrer eigenen überlieferten Aussage nach habe sie in einer Vision den Auftrag erhalten, ein in der Kirche von Sainte-Catherine-de-Fierbois verborgenes Schwert an sich zu nehmen, das sich dort hinter dem Altar im Boden befunden habe. Auf dem zu diesem Zeitpunkt bereits alten Schwert hätten sich ihrer Beschreibung nach fünf Kreuze befunden. In ihrem Prozess weigerte sie sich, nähere Angaben zum Verbleib des Schwertes zu machen. Einer späteren Legende nach habe es sich um das Schwert Karl Martells gehandelt. Dieser habe die Kirche errichten lassen und sein Schwert dort für einen künftigen Retter Frankreichs verborgen. Einer anderen Legende nach habe er es dort als Dankesopfer für seinen Sieg in der Schlacht von Tours und Poitiers hinterlassen.
  • Ascalon: Das Schwert oder die Lanze, mit der Sankt Georg der Legende nach den Drachen tötete und das Land, das er terrorisierte, vom Bösen befreite.
  • Durendal: Die Erzählung über das legendäre, wundertätige Schwert Rolands ist Teil mehrerer Überlieferungen und findet sich auch im Rolandslied. Laut der nordischen „Karlamagnús saga“, die den Stoff vieler verlorengegangener altfranzösischer Epen aufgenommen hat, wurde Durendal zusammen mit Almace und Curtana von Wieland dem Schmied hergestellt und an Karl den Großen übergeben. Als dieser die Schwerter testete, habe sich Durendal als das tauglichste erwiesen, gefolgt von Almace und Kurtana. Er habe Durendal zunächst für sich behalten und später an Roland übergeben. Curtana habe er an seinen Paladin Holger den Dänen und Almace an Turpin, den Erzbischof von Reims der ihn auf seinem Feldzug in Spanien begleitete, übergeben.
  • Almace: Im Rolandslied ist dies der Name des Schwertes von Turpin, des Erzbischof von Reims, der zusammen mit Roland im Kampf fällt.
  • Hauteclere: Im Rolandslied der Name des Schwertes des Ritters Oliver, der in vielen altfranzösischen Heldenliedern vorkommt
  • Curtana: Ein Schwert dieses Namens wird bei der Krönung britischer Könige verwendet. Der Legende nach soll es zuvor dem Ritter Tristan aus der Artussage sowie Holger dem Dänen, einem Paladin Karls des Großen, gehört haben und aus dem gleichen Stahl geschmiedet worden sein wie die Schwerter Joyeuse und Durendal.
  • Nagelring: Ein legendäres Schwert Dietrichs von Bern, mit dem dieser den Riesen Grim tötet
  • Mimung: Eines der legendären Schwerter Dietrichs von Bern
  • Eckesachs: Eines der legendären Schwerter Dietrichs von Bern
  • Joyeuse: Das legendäre Schwert Karls des Großen soll der Erzählung zufolge aus demselben Stahl geschmiedet worden sein wie die Schwerter Durendal und Curtana. Es wird auch im Rolandslied erwähnt.
  • Sauvagine: Einer altfranzösischen Legende nach der Name eines weiteren Schwertes von Holger dem Dänen
  • Froberge: Einer altfranzösischen Legende nach der Name des Schwertes des Ritters Renaud de Montauban (dt. Reinold von Montalban oder Reinhold von Köln, der Stadtpatron von Dortmund)
  • Tizona: Eines der Schwerter des spanischen Ritters El Cid, der im 11. Jahrhundert gegen die Mauren kämpfte. Das Schwert Tizona soll ursprünglich einem Maurenkönig gehört haben, den El Cid besiegte.
  • Colada: Ein weiteres legendäres Schwert El Cids.
  • Lobera: „Wolfstöter“; der Name des historischen Schwertes Ferdinands des III. von Kastillien
  • Excalibur: Das Schwert von König Artus in der Artussage, in anderen Überlieferungen auch „Caliburn“ genannt
  • Pridwen: Einer Legende zufolge der Schild von König Artus, auf dem sich ein Bild der Muttergottes befand
  • Rhongomiant: Einer walisischen Legende nach der Speer von König Artus, den er von Gott verliehen bekommen habe; in anderen Legenden als „Ron“ bezeichnet
  • Carnwennan: Einer walisischen Legende nach der Dolch von König Artus, den er von Gott verliehen bekommen habe
  • Der Schild des Judas Makkabäus: Laut Artussage fand ihn der Ritter Gawan, nachdem er einen bösen Ritter besiegt hatte. Der Legende nach handelt es sich um einen roten Schild, der einen goldenen Adler zeigt.
  • Der Schild des Joseph von Arimathäa: Wird in der Artussage erwähnt, wo der Schild von Parzival entdeckt wird

Stand: 17.08.2017