Albrecht Dürer – Kaiser Karl der Große

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau. Hier werden künftig Beiträge über christliche Impulse für Deutschland und Europa auf der Grundlage von christlichem Menschenbild sowie Naturrechts- und Soziallehre erscheinen.

Aktuelle Beiträge zu diesem Thema können hier abgerufen werden.

Warum freiheitliche Gesellschaften christliche Impulse brauchen

Die freiheitlichen Gesellschaften des europäischen Kulturraumes beruhen geistig und kulturell auf einer christlichen Grundlage, ohne die bzw. ohne die von ihr geschaffene kulturelle Substanz sie ihre Existenzgrundlage verlieren würden. Diese Grundlagen zu bewahren und zu pflegen ist daher eine der Formen des schützenden Dienstes des Christentums.

„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er einerseits nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert. Anderseits kann er diese inneren Regulierungskräfte nicht von sich aus, das heißt mit den Mitteln des Rechtszwanges und autoritativen Gebots zu garantieren suchen, ohne seine Freiheitlichkeit aufzugeben und – auf säkularisierter Ebene – in jenen Totalitätsanspruch zurückzufallen, aus dem er in den konfessionellen Bürgerkriegen herausgeführt hat.“

Ernst-Wolfgang Böckenförde (Rechtsphilosoph, Staatsrechtler und ehem. Richter am Bundesverfassungsgericht)

Christliches Denken hat seit der Antike die besten Gedanken und Ansätze integriert, auf die es gestoßen ist, und diese auf der Grundlage eines mittlerweile fast zwei Jahrtausende umspannenden Lernprozesses zusammengeführt und weiterentwickelt, wobei es auch an seinen Fehlern gewachsen ist. Es stellt den am weitesten entwickelten Bestand an erprobtem und bewährtem Wissen über die Natur des Menschen und die Erfordernisse des am Gemeinwohl orientierten gesellschaftlichen Zusammenlebens von Menschen in der Geschichte der Menschheit dar.

Diese geistig-kulturellen Grundlagen europäischer Gemeinwesen anzuerkennen und zu teilen setzt keinen christlichen Glauben voraus, weil Erfahrung und Vernunft unabhängig vom Glauben den Wert dieser Impulse belegen und diese somit prinzipiell für alle Menschen nachvollziehbar machen können. Sie anzuerkennen und zu teilen ist auch Menschen anderer Religionen und weltanschaulicher Hintergründe möglich. Eine von christlichen Impulsen inspiriertes Gemeinwesen ist somit nicht nur ein Gemeinwesen für Christen oder eines, das die Glaubensfreiheit derer, die in ihm leben, nicht achten würde.

Christliche Impulse für das Gemeinwesen

Nachstehend sind einige der christlichen Impulse aufgeführt, die hier künftig behandelt werden sollen, mit denen das Christentum einen Dienst an Deutschland und Europa geleistet hat und angesichts der Herausforderungen der Gegenwart zum Wohle aller Menschen wieder verstärkt  leisten sollte.

  • Die Würde des Menschen als Ebenbild Gottes
  • Politik als das Streben nach dem Gemeinwohl
  • Das skeptische Menschenbild: Christliches Denken ist sich der Schwächen der Natur des Menschen bewusst und lehnt utopisches Denken ab, weil der Mensch sich diesbezüglich nicht ändern wird und alle Utopien deshalb bislang mit oft katastrophalen Begleiterscheinungen scheiterten. Die Natur des Menschen macht es zudem erforderlich, Macht zu kontrollieren, weil absolute Macht Menschen und Regierungen korrumpiert.
  • Das Subsidiaritätprinzip: Christliches Denken strebt einen zurückhaltenden Staat an, der nur das regelt und nur in das eingreift, was andere Teile der Gesellschaft wie etwa Familien nicht alleine bewältigen können. Je stärker diese Stützen der Gesellschaft sind, desto zurückhaltender kann der Staat agieren. Ein guter Staat unterlässt daher alles, was die Funktion der Familie oder anderer tragender Institutionen beeinträchtigen könnte. Zentralismus und der Verlagerung von politischen Entscheidungen auf Institutionen, die von den zu lösenden Problemen weit entfernt sind, steht christliches Denken skeptisch gegenüber.
  • Das Solidaritätsprinzip und der Schutz der Schwachen: Christliches Denken betrachtet den Mensch als Gemeinschaftswesen, der zudem Teil einer Generationenkette ist und Verantwortung gegenüber anderen sowie gegenüber kommenden Generationen trägt. Es betrachtet Schutz und Hilfe für die Schwachen und Menschen in Not als ein wesentliches Ziel staatlichen und nichtstaatlichen Handelns. Dabei betrachtet es den Menschen als Ganzes und nicht nur als Träger materieller Bedürfnisse, weshalb der christliche Sozialgedanke sich nicht in materieller Versorgung erschöpft sondern auch kulturelle und geistige Mängel und Nöte anspricht. Der moralische Wert eines Gemeinwesens zeigt sich im christlichen Denken zudem am deutlichsten an seinem Umgang mit den allerschwächsten Mitgliedern des Gemeinwesens, etwa mit ungeborenen Kindern.
  • Ehe und Familie als die Grundlagen des Staates
  • Natürliche Bindungen und das Gemeinwesen
  • Religionsfreiheit und Trennung von Kirche und Staat
  • Kultur als die Suche nach dem Wahren, Guten und Schönen
  • Der Mensch als Bewahrer der Schöpfung
  • Der Europagedanke

Stand: 26.06.2017