Glaube und Ethos

Bischof Stefan Oster: Gegen einen christlichen „Humanismus der Nettigkeit“

Der Passauer Bischof Stefan Oster hat im Zusammenhang mit der abnehmenden Bindungskraft des Christentums in Deutschland und Europa auf das Problem der Tendenz zur Weichzeichnung Jesu Christi im Sinne eines „Humanismus der Nettigkeit“ hingewiesen. Für die Nachfolge Christi könne man Menschen nur gewinnen, wenn man Jesus Christus auch richtig und vollständig darstelle. […]

Dienst

Generalmajor Christian Trull: Das Ethos des Dienstes des Soldaten

Generalmajor a.D. Christian Trull hat vor allem Verwendungen in der Panzer- und Panzergrenadiertruppe durchlaufen und ist durch eine Rede bekannt geworden, in der er 2005 eine traditionsorientierte Position zur Frage des Ethos des Dienstes des Soldaten bezogen hatte. In der aktuellen Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat er sich vor dem Hintergrund der aktuellen Verwerfungen in der Bundeswehr erneut zu dieser Frage geäußert. […]

Allgemeine Krisentendenzen

Militärhistoriker Martin van Creveld: Die bevorstehenden Konflikte in Europa

Der zuletzt an der Hebräischen Universität Jerusalem lehrende israelische Militärhistoriker Martin van Creveld ist vor allem für sein Werk „The Transformation of War“ (dt. „Die Zukunft des Krieges“) aus dem Jahre 1991 bekannt, welches vermutlich die wichtigste kriegstheoretische Schrift darstellt, die in in den vergangenen Jahrzehnten  erschienen ist. Zudem verfasste […]

Dienstethos

Militärpsychologe Dave Grossman: Das Ethos des schützenden Dienstes

Der amerikanische Militärpsychologe Dave Grossman beschreibt in seinem Buch „On Combat“ ein Ethos des schützenden Dienstes am Nächsten und am Gemeinwesen, wobei er an die christliche Spiritualität des Dienstes anknüpft. So bezieht er sich unter anderem auf das Bild des guten Hirten, seiner Herde und der sie bedrohenden Wölfe, um die Rollen jener zu veranschaulichen, die entsprechenden Dienst leisten. […]

Glaube und Ethos

Glaube und Ethos: Gerechter Zorn im Christentum

Der Philosoph Marc Jongen sieht in einem Mangel an „Thymos-Spannung“, d.h. in einem Mangel an Zorn gegen bestimmte Mißstände und Fehlentwicklungen, einen wesentliche Ursache von Auflösungserscheinungen europäischer Gesellschaften. Was Zorn angeht, so können jedoch sowohl Mangel als auch Überfluss destruktive Folgen haben. Das Christentum hat in diesem Zusammenhang das Konzept des „gerechten Zorns“ geschaffen, das beide Extreme vermeidet und als ethische Grundlage für die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Verwerfungen geeignet ist, denen Christentum in Europa gegenübersteht. […]

Christliche Impulse

Philosophin Simone Weil: Der Wunsch des Menschen nach Wurzeln

Die in einer jüdischen Familie aufgewachsene, 1943 verstorbene französische Philosophin Simone Weil sympathisierte zeitweise mit dem Kommunismus, wandte sich gegen Ende ihres Lebens aber dem Katholizismus zu. Im Zuge dieser geistigen Entwicklung überwand sie nach und nach ihre früheren Vorstellungen, und in ihrem letzten Werk thematisierte sie den Wunsch des […]

Glaube und Ethos

Ernst Jünger: Die Idee der Unsterblichkeit und der unbesiegbare Mensch

Jede Kultur und jedes auf Dauer ausgelegte Gemeinwesen beruht zuallererst auf religiösen Bindungen. Größere areligiöse oder atheistische Gemeinschaften jenseits der Familie zerbrachen immer spätestens dann, wenn sich eine relevante Zahl von Mitgliedern von einem Festhalten an der Gemeinschaft keinen materiellen Vorteil mehr versprach. Religiöse Bindungen sind jedoch gleichzeitig mit dem Problem verbunden, dass sie kaum rational vermittelbar oder auf Nutzenkalkül zu begründen sind. […]

Glaube und Ethos

Bischof Fulton J. Sheen: Liebe und Ungleichheit

Zu den Aufgaben, die derzeit bei der Vorbereitung unseres Vorhabens seit einiger Zeit geleistet werden, gehört auch die Erschließung von Material, das die geistige Grundlage dieses Vorhabens bilden soll. Dazu ist es u.a. erforderlich, bestimmte Begriffe und Konzepte, die im Zuge moderner Entwicklungen teilweise entstellt wurden oder auch in Vergessenheit geraten sind, wieder freizulegen. Dabei geht es auch darum herauszuarbeiten, dass das Christentum als Kern abendländischer Kultur mit den vorhandenen geistigen Beständen auch eine wesentliche Grundlage entsprechender Vorhaben bilden kann und dazu besser geeignet ist als andere Konzepte. Eines von sehr vielen Beispielen für solche Bestände sind etwa die Worte des früheren amerikanischen Bischof Fulton J. Sheen über Ungleichheit als Voraussetzung von Liebe. […]