Kardinal Ribat: Katholische Sozialethik fordert von Migranten Achtung für aufnehmende Gesellschaften

Kaiser Justinian mit seinem Gefolge - Mosaikbild aus dem Altarraum von San Vitale in Ravenna (ca. 545)

John Kardinal Ribat ist Erzbischof von Port Moresby. In einem Gespräch mit dem katholischen Nachrichtenportal Crux hat er die sozialethische Position der katholische Kirche zu Migrationsfragen unterstrichen, die von Migranten Achtung gegenüber den gastgebenden Gesellschaften fordert.

Im Zusammenhang mit kirchlichen Aktivitäten zu einem geplanten globalen Migrationsabkommen der Vereinten Nationen sagte er:

As a visitor to a country, or even to a home, you’re always conscious you’re a visitor […]. You go there with a sense of respect, and you appreciate what they’re offering you. You remain there on those terms, in order to maintain that relationship. […] People who are arriving at the doorstep of different cultures […] have to behave in a way that they will be welcomed and accepted.

Hintergrund

Kardinal Ribat bezieht sich auf die im Katechismus der Katholischen Kirche festgehaltene Position. Ein Gemeinwesen solle demnach seinen Möglichkeiten entprechend auch Fremden in Not helfen. Ein Migrant hätte als Gast jedoch immer auch Verpflichtungen gegenüber seinen Gastgebern, etwa „das materielle und geistige Erbe seines Gastlandes dankbar zu achten, dessen Gesetzen zu gehorchen und die Lasten mit zu tragen.“(ts)