Caritas-Leiter Wael Suleiman über islamische Migration nach Europa: „Öffnet nicht eure Türen“

Ambrogio Lorenzetti - Die Folgen guten Regierens auf dem Land (ca. 1338)

Wael Suleiman ist Leiter des jordanischen Zweiges der katholischen Wohlfahrtsorganisation Caritas. Vor einigen Tagen warnte er in einem Gespräch mit kirchlichen Medien vor den Folgen islamischer Massenzuwanderung nach Europa.

Kulturelle Unterschiede würden einer erfolgreichen Integration der Migranten in Europa dauerhaft im Wege stehen:

[E]r sorgt sich um Europa. „Ich habe den Regierungsvertretern gesagt: Öffnet nicht eure Türen. Ihr werdet es nicht schaffen, die Menschen zu integrieren. Es sind Araber – sie leben ein anderes Leben. Aber wir kennen sie hier. Kommt in den Nahen Osten, helft uns hier, die Menschen zu integrieren, für Arbeitsplätze zu sorgen und lehrt uns, die Region in Frieden aufzubauen“, bittet Suleiman.

Bewertung und Folgerungen

Vertreter der Kirche, die aus islamisch-geprägten Gesellschaften stammen oder dort längere Zeit tätig waren, verfügen aufgrund ihrer Erfahrungen meist über ein realistischeres Bild als andere, was Herausforderungen im Zusammenhang mit islamischer Migration nach Europa angeht.

Migrationsaktivisten, die in den Kategorien utopischer Ideologien denken, betrachten Migration entweder als Selbstzweck oder Grundrecht oder befürworten sie aus anderen Gründen weitgehend unabhängig von ihren Folgen für das Gemeinwohl. Andere säkulare Strömungen lehnen die Frage nach den Folgen ab, weil man entsprechende Unterscheidungen und Wertungen für grundsätzlich illegitim hält. Das Ergebnis sind migrationsbezogene und andere Herausforderungen für das Gemeinwohl, die vermeidbar gewesen wären.

Der Ansatz der katholischen Soziallehre mit seiner Betonung des Gemeinwohls und eines realistischen Menschenbildes als Grundlagen unterscheidet sich im Denken fundamental von solchen Ideologien. Zahlreiche katholische Stimmen haben bereits in diese Richtung Stellung bezogen. (ts)

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