Kardinal Turkson: Warnung vor migrationsbedingten Konflikten in Europa

Der ghanaische Peter Kardinal Turkson ist Präfekt des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, das sich als päpstliche Behörde auch mit Migrationsfragen befasst. Er warnt im Kontext mit ungesteuerter Migration nach Europa vor Konflikten, die hierdurch erzeugt und verstärkt werden können.

Er erwähnt Europa in dem von den Medien zitierten Ausschnitt seiner Äußerungen zwar nicht direkt, bezieht sich aber auf die in Europa vorliegenden Bedingungen:

Wo es mehr Gäste als Kinder gibt, kommt es immer zu starken Spannungen. Asyl kann dann gewährt werden, wenn die einheimische demographische Entwicklung gesichert ist. Wenn die Geburten zurückgehen, wird die einheimische Bevölkerung von der Ankunft von Einwanderern in Sorge versetzt. Die Nationalismen entstehen gerade wegen der Sorge der einheimischen Bevölkerung eines Landes, durch die Einwanderung einer neuen Bevölkerung geschluckt zu werden.

Ein strategischer Umgang mit dieser Herausforderung müsse ihm zufolge Migration bereits an der Quelle unterbinden.

Kardinal Turksons Position beruht unmittelbar auf dem Ansatz der katholischen Soziallehre. Diese bewertet Migration vor allem vor dem Hintergrund der Erfordernisse des Gemeinwohls. Wo sich Migration diesbezüglich nachteilig auswirkt, wird sie auch entsprechend negativ beurteilt. Auch zahlreiche andere katholischen Stimmen hatten zuvor ebenfalls auf dieser Grundlage entsprechend Stellung bezogen. (ts)

Dieser Beitrag wurde unter Christliche Impulse für das Gemeinwesen, Dienst, Herausforderungen, Innere Sicherheit, Islambezogene Herausforderungen und Migration abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Kardinal Turkson: Warnung vor migrationsbedingten Konflikten in Europa

  1. Attila Varga schreibt:

    Wenn man schon Migranten aus anderen Kontinenten nach Europa holen muss, dann könnte man mit Bischof Turkson anfangen. In diesem Fall könnte er die Diozese Köln oder Essen übernehmen, deren Inhaber im Gegenzug Harz IV oder eine amtliche Genehmigung für das Sammeln von Pfandflaschen in Mülleimern und öffentlichen Verkehrsmitteln bekommen. Mal sehen, ob Overbeck und Wölki eine Ahnung davon Bekommen, was „diffuse Ängste“ oder „falsche Sehnsucht nach einer geschlossenen Heimat“ sind.

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